Rhododendron-Zikaden

Knospensterben am Rhododendron

Eine prächtige Blütenpracht im Frühjahr bleibt aus. Die Blütenknospen am Rhododendron öffnen sich nicht, haben sich im Laufe des Winters braun verfärbt. Sie sterben ab und bleiben wie von Ruß gefärbt, auf den Zweigen hängen. Die Knospen sind durch einen Pilz zerstört worden, verantwortlich hierfür ist die Rhododendron-Zikade. Der Pilz wird während der Eiablage in die Knospen von der Rhododendron-Zikade übertragen.

Die Eier, die die Weibchen im September auf oder in die Blütenknospen der Rhododendron-Pflanze legen, überwintern dort. Die Knospen werden während dieses Vorgangs mit den Pilzsporen der Knospenbräune infiziert.

Ende April schlüpfen die hellgelben Larven,die sofort mit Saugen auf den Blattunterseiten beginnen.

Da sie sich nun mehrmals häuten, sind im Mai und Juni auf den Blattunterseiten, die leeren Hüllen und die beweglichen Larven gut zu erkennen.

Ende Juni entwickeln sich grüne, rötlich gestreifte Insekten. Sie sind etwa 5 mm groß und sehr beweglich. Bei der kleinsten Störung springen oder fliegen sie davon. Die durch die Larven und Insekten verursachten Saugschäden sind sehr gering, da sie vorwiegend auf den Hauptadern der Blattunterseiten saugen.

Bekämpfung

Die erwachsenen Zikaden sollte man aufgrund der Knospenbräune-Übertragung bekämpfen, noch bevor sie ihre Eier im August/September ablegen. Günstig sind die frühen Morgenstunden, da die Insekten dann noch nicht sehr beweglich sind. Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Schädlinge kann man mit Spritzmittel bekämpfen. Im Fachhandel gibt es verschiedene geeignete Präparate. Hier läßt man sich am besten beraten, für welches Mittel man sich entscheiden soll.

Vorbeugende Maßnahmen

Die abgestorbenen, schwarzen Knospen sollte man unbedingt entfernen und vernichten (nicht auf den Kompost werfen), damit sich die Pilzsporen der Knospenbräune nicht weiter verbreiten.