Schildläuse

Neben Blattläusen gehören die Schildläuse zu den Schädlingen, die sehr häufig an unseren Zimmer- und Gartenpflanzen zu finden sind. Schildläuse erkennt man an ihren gelblich-braunen Höckern. Eine erwachsene Schildlaus behält meist ihren Standort bei und damit sie nicht so schnell entdeckt wird, passt sie sich ihrer Umgebung farblich an. Sie bilden Kolonien, die vor allem die Zweige und Triebe von oben bis unten mit festen Krusten überdecken.

Die Schildlaus saugt den Pflanzen den Saft aus den Blättern und Nadeln. Die Blätter der Pflanzen und die Nadeln an Nadelbäumen werden gelb und fallen schließlich ab, die ganze Pflanze wird geschwächt. Ein klebriger Honigtau breitet sich auf den befallenen Pflanzen aus (die Ausscheidungen der Schildläuse) auf dem sich dann Pilze, ein sogenannter Rußtau, ansiedeln.Erst sehr spät erkennt man, dass eine Pflanze mit Schildläusen befallen ist und zwar an den mit Honigtau verklebten Blättern und dem vermehrten Auftreten von Ameisen, die sich vom Honigtau ernähren.

Im Folgenden wollen wir uns mit der Gemeinen Kommaschildlaus undder Napfschildlaus beschäftigen.

Die Gemeine Kommaschildlaus

Sie ist bei uns die bekannteste Schildlausart. Man findet sie auf Birn-,Äpfel-, Zwetschgen-,Kirschbäumen, Stachelbeersträuchern und auf vielen Zierbäumen, wie z.B.an Kiefern und Fichten.

Die Napfschildlaus

Auch die Napfschildlaus ist eine weit verbreitete Schildlausart.Sie findet man ebenfalls auf den o.g.Obstbäumen, auf Weinreben und Ziergewächsen. Besonders stark verbreitet ist die Eiben-Napfschildlaus. Auch an Rosen und Brombeeren sind verschiedene Schildlausarten anzutreffen. Die weiße Rosenschildlaus ist viel kleiner als die Napf- und die Gemeine Kommaschildlaus.

Schildläuse sind sehr schwer
zu bekämpfen.

Das Weibchen der Schildläuse legt die Eier unter dem eigenen
Körper ab und stirbt anschließend. In der langen Entwicklungsphase sind die Schädlinge durch die Eihaut und durch den Schild des Weibchens doppelt geschützt. Schon im Winter findet man auf den laublosen Ästen wenige mm große braune napfartige Schilder. Sie leben zwar nicht mehr und richten deshalb keinen Schaden mehr an, aber sie sind der Beweis dafür, dass auf dem Baum auch noch lebende Stadien des Schädlings vorhanden sind. Kleine, etwa 1 mm große, braun-gelbliche Larven, die man nur schwer erkennen kann, sind überall auf den Trieben zu finden.

Ein Tipp: Man hält ein weißes Blatt Papier unter einen Zweig und schüttelt diesen und man kann nun die Larven wunderbar beim Krabbeln auf dem Blatt Papier beobachten. Im zeitigen Frühjahr saugen die Larven an den jungen Trieben und Zweigen. Ende April/Anfang Mai sind sie inzwischen 4-6 mm groß geworden und nun durch einen Schild geschützt.Die Weibchen sind inzwischen reif und die Männchen, wenn überhaupt welche zu sehen sind, sind beflügelt. Die Weibchen, egal ob befruchtet oder unbefruchtet, legen ab Mitte Mai bis Anfang August 1000-2000 Eier unter dem Schild ab und sterben.

Ab Mitte Juni schlüpfen die jungen Larven. Sie wandern auf den ausgewählten Bäumen und Sträuchern umher und suchen sich eine geeignete Stelle, an der sie sich festsaugen. In der weiteren Entwicklung häuten sie sich mehrmals und nur der Saugrüssel bleibt vorhanden. Dann bildet sich bei der Napfschildlaus
der festsitzende Schild aus. Die Larven überwintern an den Trieben in der Nähe der inzwischen leeren und toten Schilder.

Bekämpfung der Schildläuse

Im Winter kann man die Schildlauskrusten an den Baumstämmen und Ästen am besten mit einer Drahtbürste abkratzen. Danach ist das Spritzen mit einem Austriebs-Spritzmittel Weißöl (ist im Fachhandel erhältlich) besonders effektiv, da die Eier nur so erreicht werden können.Die
dickeren Äste und Stämme sollte man dabei nicht vergessen.

Erfolgreich bekämpfen kann man die jungen Larven im Mai/Juni, nachdem sie ihre Schilder verlassen haben. (Hierzu gibt es im Fachhandel verschiedene Mittel).Die Bekämpfung der ungeschützten Larven ist nur ein paar Tage möglich, da sich sehr schnell ihr eigenes Schild bildet. Nach 14 Tagen sollte man die ganze Prozedur nochmals wiederholen, um auch die später geschlüpften Larven noch zu erwischen.

Grundsätzlich ist eine ausgewogene Nährstoff- und Wasserversorgung für ein gesundes, widerstandsfähiges Gedeihen der Pflanzen wichtig.