Vergleich
Schwarze oder grüne Blattläuse – die Unterschiede erkennen

Direktvergleich auf einen Blick
Die wichtigsten Unterschiede in einer Tabelle.
Schwarze und grüne Blattläuse sind keine zwei grundverschiedenen Schädlinge, sondern Farbformen verschiedener Arten. In Mitteleuropa gibt es mehrere hundert Blattlausarten, und hinter jeder Farbe stecken viele davon.
| Merkmal | Schwarze Blattläuse | Grüne Blattläuse |
|---|---|---|
| Typische Arten | Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae), Schwarze Kirschenblattlaus, Holunderblattlaus | Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), Große Rosenblattlaus (Macrosiphum rosae), Grüne Apfelblattlaus, Erbsenblattlaus, Grüne Salatlaus u. a. |
| Färbung | graugrün bis matt schwarz, an Kirsche glänzend schwarz | hell- bis gelbgrün, teils auch rosa Formen |
| Auffälligkeit | sehr auffällig, dichte dunkle Kolonien | unauffällig, auf grünem Blatt leicht übersehen |
| Häufige Wirtspflanzen | Bohnen, Rote Bete, Spinat, Kapuzinerkresse, Dahlien, Kirsche, Holunder | Pfirsich, Apfel, Rosen, Erbsen, Salat, Paprika, viele Kulturpflanzen |
| Winterwirt (Beispiel) | Pfaffenhütchen, Gewöhnlicher Schneeball (Bohnenlaus); Kirsche (Kirschenblattlaus) | Pfirsich (Pfirsichblattlaus); Johannis- und Stachelbeere (Salatlaus); Grüne Apfelblattlaus und Erbsenblattlaus bleiben auf ihrer Pflanzengruppe |
| Symptom | klebrige Blätter, eingerollte Triebe, Honigtau, Rußtau | klebrige Blätter, eingerollte Triebe, Honigtau, Rußtau |
| Bekämpfung | Wasserstrahl, Schmierseife, Nützlinge | Wasserstrahl, Schmierseife, Nützlinge |
Das haben beide gemeinsam
Schwarze wie grüne Blattläuse sind weiche, ein bis drei Millimeter kleine Insekten, die mit ihrem Stechrüssel Pflanzensaft aus den Leitbahnen saugen. Beide sitzen bevorzugt an Triebspitzen, jungen Blättern, Knospen und Blattunterseiten, und beide vermehren sich im Sommer ohne Männchen: Die Weibchen bringen lebende Junge zur Welt, die schon nach etwa einer Woche selbst Nachwuchs haben. So wächst eine Handvoll Läuse bei warmem Wetter innerhalb von zwei Wochen zu einer dichten Kolonie heran. Sobald es eng wird, entstehen geflügelte Tiere, die neue Pflanzen besiedeln.
Gemeinsam ist beiden auch das Schadbild: klebrige Blätter durch ausgeschiedenen Honigtau, eingerollte oder verkrümmte Triebspitzen, gestauchtes Wachstum und gelegentlich Ameisen, die den Honigtau ernten und die Läuse gegen Nützlinge verteidigen. Auf dem Honigtau siedelt sich häufig schwarzer Rußtau an. Er ist harmlos, lässt sich abwaschen und verschwindet mit den Läusen. Beide Farbformen können außerdem Pflanzenviren übertragen, etwa Mosaikviren an Gurken, Zucchini und Salat.

Worin sie sich unterscheiden
Die Unterschiede liegen vor allem in Auffälligkeit und Wirtspflanzen:
- Schwarze Läuse, häufig die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae), bilden auffällige, dichte dunkle Kolonien. Sie befallen bevorzugt Bohnen, Rote Bete, Spinat, Kapuzinerkresse und Dahlien und überwintern als Ei auf Gehölzen wie Pfaffenhütchen und Schneeball. An Kirschen sitzt eine andere schwarze Art, die glänzend schwarze Kirschenblattlaus, die Triebspitzen stark einrollt; an Holunder die Holunderblattlaus, die im Sommer auf die Wurzeln von Wildkräutern abwandert und an Gemüse keine Rolle spielt.
- Grüne Läuse, etwa die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), sind auf grünen Blättern schwer zu entdecken und fallen oft erst auf, wenn Honigtau glänzt oder Blätter sich kräuseln. Sie haben ein breites Wirtsspektrum an Gemüse und Zierpflanzen; die Pfirsichblattlaus wechselt zwischen Pfirsich und Sommerwirten wie Kartoffel, Paprika, Salat und Kohl. Sie gilt als einer der wichtigsten Virusüberträger unter den Blattläusen und kann mehr als hundert Pflanzenviren verbreiten; dieser indirekte Schaden wiegt oft schwerer als das Saugen selbst. Auch die Grüne Salatlaus wechselt den Wirt und überwintert auf Johannis- und Stachelbeeren, während Arten wie die Grüne Apfelblattlaus oder die Erbsenblattlaus ihrer Pflanzengruppe treu bleiben. An Rosen sitzt meist die Große Rosenblattlaus (Macrosiphum rosae), eine auffallend große, grüne bis rosafarbene Art mit langen Beinen, die im Sommer teils auf Kardengewächse wie Skabiosen überwechselt.
Praktisch wichtig ist der Unterschied für die Kontrolle: Bei Bohnen, Roter Bete und Kirsche genügt ein Blick auf die Triebspitzen. Bei Rosen, Salat, Paprika oder Apfel sollten Sie Blattunterseiten und Herzblätter aufbiegen, weil grüne Läuse sonst lange unentdeckt bleiben.

Die Bekämpfung ist gleich
Ob schwarz oder grün, die schonende Bekämpfung folgt demselben Schema:
- bei kleinem Befall: befallene Triebspitzen abknipsen oder Läuse mit einem gezielten Wasserstrahl abspülen, an zwei bis drei aufeinanderfolgenden Tagen
- bei stärkerem Befall: Schmierseifenlösung (rund 15 bis 20 Gramm reine Schmierseife, etwa ein gehäufter Esslöffel, je Liter Wasser) gezielt auf die Kolonien und die Blattunterseiten sprühen, morgens oder abends, nicht in praller Sonne; nach fünf bis sieben Tagen wiederholen, weil Nachzügler schlüpfen
- Ameisenstraßen unterbrechen, etwa mit einem Leimring am Stamm, damit Nützlinge die Läuse ungestört dezimieren
- dauerhaft: Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen mit Blühpflanzen fördern; ihre Larven halten Blattläuse meist gut in Schach
Verzichten Sie auf breit wirkende chemische Mittel. Sie treffen auch die Nützlinge, und der Befall kehrt danach oft schneller zurück. Schmierseife und ähnliche Hausmittel sind keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel; gekaufte Präparate, etwa auf Basis von Rapsöl oder Kaliseife, müssen für die jeweilige Kultur und den Haus- und Kleingarten zugelassen sein. Die ausführliche Anleitung steht im Ratgeber „Blattläuse bekämpfen – was wirklich hilft“, die richtige Anwendung der Seife auf der Seite „Schmierseife gegen Schädlinge richtig anwenden“, ergänzende Hausmittel auf der Seite „Hausmittel gegen Ungeziefer“.
Was tun, wenn Sie unsicher sind?
Für die Behandlung müssen Sie die Farbe nicht sicher bestimmen.
Die Art müssen Sie nicht sicher bestimmen. Wichtiger ist die grobe Einordnung:
- Viele kleine, weiche Tiere in Gruppen an jungen Trieben? → Blattläuse, unabhängig von der Farbe
- Dichte dunkle Kolonien, etwa an Bohnen, Roter Bete oder Kirsche? → meist die Schwarze Bohnenlaus beziehungsweise die Kirschenblattlaus
- Klebrige Blätter und eingerollte Triebspitzen? → typischer Hinweis auf Blattläuse
- Weiße, wattige Beläge statt einzelner Tiere? → eher Wollläuse, keine Blattläuse
- Tiere, die bei Berührung wegspringen oder auffliegen? → Zikaden oder Weiße Fliegen, keine Blattläuse
Ein Blick mit der Lupe hilft: Blattläuse tragen am Hinterleib zwei kleine Röhrchen (Siphonen), die bei der Schwarzen Bohnenlaus dunkel, bei der Grünen Pfirsichblattlaus vergleichsweise lang und hell sind. Für eine vertiefte Bestimmung hilft die Übersicht „Kleine grüne Tiere auf Blättern – was ist das?“; die Abgrenzung zu watteartigen Belägen erklärt der Vergleich „Blattläuse oder Wollläuse – die Unterschiede erkennen“.
Häufige Fragen
Sind schwarze Blattläuse gefährlicher als grüne?
Nein. Beide saugen Pflanzensaft und hinterlassen Honigtau. Schwarze Läuse fallen auf grünen Blättern nur früher auf. Die Gefährlichkeit hängt vom Befallsgrad und von der Pflanze ab, nicht von der Farbe.
Muss ich schwarze und grüne Läuse unterschiedlich behandeln?
Nein. Triebspitzen abknipsen, mit Wasserstrahl oder Schmierseifenlösung behandeln, nach einer Woche wiederholen und Nützlinge fördern: Das gilt für beide.
Warum gibt es Blattläuse in so vielen Farben?
In Mitteleuropa gibt es mehrere hundert Blattlausarten, und sogar innerhalb einer Art variiert die Farbe, etwa bei der Grünen Pfirsichblattlaus von grün bis rosa.
Welche Pflanzen befallen schwarze Läuse besonders?
Die Schwarze Bohnenlaus befällt bevorzugt Bohnen, Rote Bete, Spinat, Kapuzinerkresse und Dahlien. An Kirschen sitzt die glänzend schwarze Kirschenblattlaus, an Holunder die Holunderblattlaus.
Die Läuse an meiner Kirsche sind glänzend schwarz — ist das die Bohnenlaus?
Nein, an Kirschen handelt es sich meist um die Schwarze Kirschenblattlaus. Sie ist glänzend statt matt schwarz, rollt die Triebspitzen stark ein und wechselt im Sommer auf Labkraut und Ehrenpreis. Die Behandlung ist dieselbe: Triebspitzen abschneiden, abspritzen, Nützlinge fördern.
Bedeuten klebrige Blätter Blattläuse?
Klebrige Blätter durch Honigtau sind ein deutlicher Hinweis auf saugende Insekten, darunter Blattläuse. Auch Schild- und Wollläuse, Blattflöhe sowie Weiße Fliegen scheiden Honigtau aus — der Blick auf Aussehen und Sitzplatz klärt die Art. Schwarzer Belag darauf ist Rußtau, der mit den Läusen verschwindet.
Helfen Nützlinge gegen beide Farbformen?
Ja. Marienkäfer, Florfliegen und Schwebfliegen fressen schwarze wie grüne Blattläuse und wirken dauerhaft. Halten Sie Ameisen von den Kolonien fern, weil sie die Läuse gegen Nützlinge verteidigen.
Hinweis zur Erstellung
Die Texte und Bilder dieses Beitrags wurden KI-gestützt erstellt und redaktionell strukturiert. Die Inhalte ersetzen keine fachliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall; rechtliche Angaben — etwa zu Schutzstatus, Bußgeldern oder Zulassungen — sind ohne Gewähr. Wir aktualisieren Beiträge regelmäßig, wenn sich Erkenntnisse oder Empfehlungen für den Garten ändern.
Erstellt durch Ungeziefer im Garten · Strukturiert durch Ungeziefer im Garten