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Vergleich

Rosenkäfer, Maikäfer oder Junikäfer? Käfer und Larven unterscheiden

Rosenkäfer und Maikäfer gehören beide zu den Blatthornkäfern, unterscheiden sich aber deutlich. Der Gemeine Rosenkäfer (Cetonia aurata) glänzt metallisch grün, trägt feine weiße Flecken, fliegt mit geschlossenen Deckflügeln und besucht tagsüber Blüten. Der Feld-Maikäfer (Melolontha melolontha) hat braune Deckflügel, ein dunkles Halsschild, große Fächerfühler und weiße Dreiecke an den Hinterleibsseiten. Noch wichtiger ist die Unterscheidung der Larven: Rosenkäfer-Larven leben im Kompost, fressen totes Material und kriechen auf dem Rücken; Engerlinge von Maikäfer, Junikäfer und Gartenlaubkäfer fressen lebende Wurzeln. Der Rosenkäfer ist besonders geschützt, Mai- und Junikäfer sind es nicht.
Aktualisiert am 11. Oktober 2026
Links ein metallisch grüner Rosenkäfer mit weißen Flecken, rechts ein Maikäfer mit rotbraunen Deckflügeln, schwarzem Halsschild, Fächerfühlern und weißen Dreiecken an den Seiten, beide auf demselben Zweig
Rosenkäfer (links) glänzen metallisch grün, Maikäfer (rechts) tragen braune Deckflügel, Fächerfühler und weiße Seitendreiecke. · Symbolbild, KI-generiert

Vier Blatthornkäfer im Garten

Ähnliche Larven, sehr unterschiedliche Rollen.

Rosenkäfer, Maikäfer, Junikäfer und Gartenlaubkäfer zählen zu den Blatthornkäfern. Gemeinsam haben sie die Fühler, deren Endglieder wie kleine Blätter aufgefächert sind, und weiße, C-förmig gekrümmte Larven mit drei Beinpaaren, die Engerlinge. Damit enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon:

  • Gemeiner Rosenkäfer: Blütenbesucher, die Larve frisst totes Material in Kompost, Mulch und morschem Holz. Nützlich und besonders geschützt.
  • Feld-Maikäfer: Der Käfer frisst Laub an Bäumen, die Larve lebende Wurzeln. In starken Flugjahren regional ein Schädling.
  • Junikäfer (Gerippter Brachkäfer): kleiner Verwandter des Maikäfers, Larve an Graswurzeln.
  • Gartenlaubkäfer: der häufigste Verursacher von Engerling-Schäden im Hausgartenrasen.

Wer einen Käfer oder eine Larve sicher zuordnet, weiß deshalb sofort, ob er handeln muss, darf oder besser die Finger davon lässt.

Rosenkäfer und Maikäfer im direkten Vergleich

Die erwachsenen Käfer lassen sich auf einen Blick unterscheiden. Achten Sie vor allem auf Farbe, Fühler, Hinterleib und darauf, wie und wann das Tier fliegt.

Der Rosenkäfer hat eine Besonderheit, die Sie schon aus der Entfernung erkennen: Er klappt beim Abflug die Deckflügel nicht auf, sondern schiebt die Hautflügel seitlich darunter hervor. Maikäfer, Junikäfer und die meisten anderen Käfer heben dagegen die Deckflügel an und wirken im Flug breiter und schwerfälliger. Neben dem Gemeinen Rosenkäfer kommen im Garten auch Goldkäfer der Gattung Protaetia vor, die ähnlich aussehen, oft kupfrig oder bronzefarben glänzen und ebenfalls geschützt sind.

Vergleich: Gemeiner Rosenkäfer und Feld-Maikäfer
MerkmalGemeiner RosenkäferFeld-Maikäfer
Größeetwa 1,4 bis 2 cmetwa 2 bis 3 cm
Färbungmetallisch grün, teils golden oder bronze, glänzendrotbraune Deckflügel, fein grau behaart
Halsschildgrün glänzend wie der Rest des Körpersschwarz, beim Waldmaikäfer oft rötlich
Zeichnungfeine weiße Querflecken auf den Deckflügelnweiße Dreiecke an den Hinterleibsseiten
Fühlerkurz, mit kleinem, unauffälligem Fächergroßer Fächer, Männchen mit sieben, Weibchen mit sechs Blättchen
Hinterleibsendestumpf, ohne Spitzein eine deutliche Spitze ausgezogen
Flugtagsüber bei Sonne, Deckflügel bleiben geschlossenvor allem abends, Deckflügel werden angehoben
Aktivitätetwa Mai bis Septemberetwa Ende April bis Juni, in Flugjahren massenhaft
Nahrung des KäfersPollen, Nektar, Blütenteile, reifes ObstLaub von Eiche, Buche, Ahorn und Obstbäumen
Larve lebtin Kompost, Mulch und Totholz, zwei bis drei Jahreim Boden an lebenden Wurzeln, drei bis vier Jahre
Mehrere weiße Rosenkäferlarven mit kleinem Kopf, kurzen Beinen und dickem Hinterende in dunklem Kompost, eine liegt auf dem Rücken
Rosenkäferlarven leben im Kompost, haben einen kleinen Kopf, kurze Beine und kriechen auf dem Rücken – sie sind geschützt und nützlich. · Symbolbild, KI-generiert

Junikäfer, Gartenlaubkäfer und Japankäfer abgrenzen

Die häufigsten Verwechslungen nach Mai- und Rosenkäfer.

Der Junikäfer, korrekt Gerippter Brachkäfer (Amphimallon solstitiale), wird oft für einen kleinen Maikäfer gehalten. Er misst etwa 1,4 bis 1,8 Zentimeter, ist einheitlich gelb- bis hellbraun, dicht behaart, vor allem am Halsschild, und trägt auf jeder Deckflügelhälfte feine Längsrippen. Weiße Seitendreiecke fehlen. Er schwärmt von Ende Mai bis Mitte Juli, mit Höhepunkt im Juni, in der Abenddämmerung um Bäume, Hecken und Laternen und stößt dabei gern gegen Menschen. Seine Engerlinge fressen Graswurzeln und entwickeln sich in meist zwei, mitunter drei Jahren.

Weitere Käfer, die Sie kennen sollten:

  • Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola): nur etwa 0,8 bis 1,1 Zentimeter, Kopf und Halsschild metallisch dunkelgrün, Deckflügel hellbraun. Fliegt tagsüber bei Sonne, etwa Ende Mai bis Juni. Seine Larven entwickeln sich in einem Jahr und verursachen die meisten Engerling-Schäden im Rasen.
  • Japankäfer (Popillia japonica): ähnlich groß wie der Gartenlaubkäfer, aber mit je fünf weißen Haarbüscheln an den Hinterleibsseiten und zwei am Hinterleibsende. Er ist ein meldepflichtiger EU-Quarantäneschädling; Verdachtsfunde gehören zum Pflanzenschutzdienst Ihres Bundeslandes.
  • Walker (Polyphylla fullo): so groß wie ein Maikäfer oder größer, braun mit weißer Marmorierung, vor allem in sandigen Gegenden im Hochsommer. Er ist besonders geschützt.

Wer einen grünen, etwa einen Zentimeter großen Käfer mit braunen Deckflügeln am Rosenstrauch findet, hat in aller Regel einen Gartenlaubkäfer vor sich. Erst die weißen Haarbüschel machen ihn zum Verdachtsfall Japankäfer.

Die Larven unterscheiden: Rückenlauf-Test und Fundort

Beim Umsetzen des Komposts oder beim Umgraben stoßen Sie meist zuerst auf die Larven. Weil sie sich ähneln, kommt es hier am häufigsten zu Fehlern, und eine getötete Rosenkäfer-Larve ist ein Verstoß gegen das Artenschutzrecht.

Der einfachste Test: Legen Sie die Larve auf eine glatte Fläche, etwa ein Brett oder eine Schaufel. Die Rosenkäfer-Larve dreht sich auf den Rücken und kriecht in dieser Lage zügig davon. Der Maikäfer-Engerling bleibt in Seitenlage stark gekrümmt liegen, Junikäfer- und Gartenlaubkäfer-Engerlinge strecken sich und kriechen auf dem Bauch.

Vergleich: Rosenkäfer-Larve und Maikäfer-, Junikäfer- und Gartenlaubkäfer-Engerling
MerkmalRosenkäfer-LarveMaikäfer-, Junikäfer- und Gartenlaubkäfer-Engerling
FundortKompost, Mulch, Laubhaufen, morsches Holz, HochbeetRasen und Beete, im Wurzelbereich
Nahrungabgestorbenes Pflanzenmateriallebende Wurzeln
Größebis etwa 4 cmGartenlaubkäfer 1,5 bis 2 cm, Junikäfer 2 bis 3 cm, Maikäfer bis 6 cm
Kopfklein im Verhältnis zum Körpergroß, kräftige braune Kopfkapsel
Beineauffallend kurzdeutlich länger
Hinterendedick und sackartigweniger stark verdickt
Auf glatter Flächedreht sich und kriecht auf dem RückenMaikäfer seitlich gekrümmt, Junikäfer und Gartenlaubkäfer auf dem Bauch
BedeutungNützling, fördert die Humusbildungkann bei vielen Larven Rasen und Jungpflanzen schädigen
Rechtlicher Statusbesonders geschütztnicht besonders geschützt
Kleiner, gelbbrauner, dicht behaarter Junikäfer mit Fächerfühlern an einem Grashalm in der Abenddämmerung
Der Junikäfer ist kleiner und heller als der Maikäfer, dicht behaart und schwärmt im Juni und Juli in der Abenddämmerung. · Symbolbild, KI-generiert

Schutzstatus: Was erlaubt ist

Nach Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung ist der Gemeine Rosenkäfer (Cetonia aurata) besonders geschützt, ebenso alle heimischen Goldkäfer der Gattung Protaetia. Zwei seltene Goldkäfer-Arten und der Veränderliche Edelscharrkäfer sind sogar streng geschützt. Ebenfalls besonders geschützt sind der Nashornkäfer, dessen Larven bis zu zwölf Zentimeter lang werden und in Rindenmulch und Kompost leben, und der Walker (Stand: Oktober 2026).

Für besonders geschützte Arten verbietet § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes, den Tieren nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten und ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Das gilt für Eier, Larven und Puppen genauso wie für den Käfer. Verstöße sind Ordnungswidrigkeiten, die nach § 69 BNatSchG mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden können.

Maikäfer, Junikäfer und Gartenlaubkäfer stehen nicht auf dieser Liste. Ihre Engerlinge dürfen Sie bei Schäden absammeln oder mit zugelassenen Mitteln bekämpfen. Grundlos töten sollten Sie aber auch sie nicht: Nach § 39 BNatSchG dürfen wild lebende Tiere nicht ohne vernünftigen Grund gefangen, verletzt oder getötet werden. Im Zweifel über die Art lassen Sie eine Larve deshalb lieber leben.

Was tun mit Käfern und Larven im Garten?

Was zu tun ist, hängt allein von der Art ab:

  • Rosenkäfer-Larven im Kompost: einfach dort lassen. Wenn Sie den Kompost umsetzen oder sieben, legen Sie die Larven in den frischen Haufen oder unter eine Mulchschicht zurück.
  • Rosenkäfer-Larven im Hochbeet oder Blumenkasten: In Kästen ohne Totmaterial können sie mangels Alternativen auch an Wurzeln fressen. Setzen Sie sie behutsam in den Kompost oder unter Laub im Garten um.
  • Rosenkäfer in Blüten: dulden. Der Fraß an Staubblättern und Blütenblättern bleibt meist gering, und die Käfer bestäuben nebenbei.
  • Engerlinge im Rasen: zuerst per Spatenprobe Art und Dichte bestimmen. Gegen Gartenlaubkäfer-Engerlinge wirken HB-Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora) etwa von Juli bis September bei feuchtem Boden ab rund 12 °C. Gegen Maikäfer-Engerlinge sind sie deutlich weniger zuverlässig.
  • Maikäfer-Engerlinge: beim Umgraben absammeln, Rasen dicht halten und Lücken früh nachsäen. In Flugjahren können Sie die Käfer abends von kleinen Bäumen abschütteln und einsammeln, bevor die Weibchen Eier legen.
  • Verdacht auf Japankäfer: fotografieren, Käfer einfangen und einfrieren, dann dem Pflanzenschutzdienst melden; keine Eigenbekämpfung.

Ausführlich beschreiben die Seiten „Engerlinge im Boden bestimmen und bekämpfen“ und „Nematoden richtig einsetzen“ Spatenprobe, Schadschwellen und Ausbringung. Ein naturnaher Garten mit Kompost, Laubhaufen und Totholz bietet dem Rosenkäfer zudem eine Kinderstube.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich einen Rosenkäfer?

Am metallisch grünen, oft goldglänzenden Körper von etwa 1,4 bis 2 Zentimetern mit feinen weißen Querflecken. Typisch ist, dass er tagsüber in Blüten sitzt und mit geschlossenen Deckflügeln fliegt.

Was ist der Unterschied zwischen Maikäfer und Junikäfer?

Der Maikäfer ist mit 2 bis 3 Zentimetern größer, hat ein dunkles Halsschild, große Fächerfühler und weiße Dreiecke an den Hinterleibsseiten. Der Junikäfer ist kleiner, einheitlich gelbbraun, dicht behaart und schwärmt später im Jahr, vor allem im Juni und Juli in der Abenddämmerung.

Wie unterscheide ich eine Rosenkäfer-Larve von einem Maikäfer-Engerling?

Mit dem Rückenlauf-Test: Auf einer glatten Fläche dreht sich die Rosenkäfer-Larve auf den Rücken und kriecht so davon. Sie hat einen kleinen Kopf, kurze Beine und ein dickes Hinterende. Der Maikäfer-Engerling ist größer, hat längere Beine und eine kräftige Kopfkapsel und bleibt seitlich gekrümmt liegen.

Sind Rosenkäfer geschützt?

Ja. Der Gemeine Rosenkäfer und alle heimischen Goldkäfer der Gattung Protaetia sind nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt, einschließlich ihrer Larven. Sie dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden; Verstöße können mit Bußgeld bis 50.000 Euro geahndet werden.

Darf ich Maikäfer und ihre Engerlinge bekämpfen?

Ja, Maikäfer und Junikäfer sind nicht besonders geschützt. Bei Schäden dürfen Sie Engerlinge absammeln oder mit zugelassenen Mitteln wie Nützlings-Nematoden vorgehen. Ohne vernünftigen Grund sollten Sie aber auch diese Tiere nicht töten.

Sind die weißen Larven in meinem Kompost schädlich?

Fast nie. Dicke weiße Larven im Kompost sind meist Rosenkäfer- oder Goldkäfer-Larven, sehr große Exemplare auch Nashornkäfer-Larven. Alle fressen totes Material, sind nützlich und geschützt. Lassen Sie sie im Kompost.

Warum fliegen abends so viele Käfer gegen das Fenster?

Im Juni und Juli sind das meist Junikäfer, die in der Dämmerung schwärmen und von Licht angezogen werden. Sie sind harmlos. Im Frühjahr können es in Flugjahren auch Maikäfer sein.

Ist ein kleiner grüner Käfer mit braunen Flügeln ein Japankäfer?

Meist nicht: Das ist in der Regel der heimische Gartenlaubkäfer. Nur wenn der Käfer je fünf weiße Haarbüschel an den Seiten und zwei am Hinterleibsende trägt, besteht Verdacht auf den Japankäfer. Dann fotografieren, einfangen und dem Pflanzenschutzdienst melden.

Quellen & Prüfung

Schutzstatus nach Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV), Anlage 1, und Bundesnaturschutzgesetz (§§ 39, 44 und 69 BNatSchG), geprüft auf gesetze-im-internet.de; Larvenunterscheidung und Entwicklungsdauer des Rosenkäfers nach Eidgenössischer Forschungsanstalt WSL, Waldschutz Schweiz, „Gemeiner Rosenkäfer, Gold-Rosenkäfer“; Artangaben nach Naturschutz-Informationsportal natur-in-nrw.de, Spektrum-Lexikon der Biologie („Maikäfer“) und AGES Österreich („Maikäfer und Engerlinge“). Nematoden-Angaben übereinstimmend mit den Beiträgen „Engerlinge“ und „Nematoden richtig einsetzen“. Keine Rechtsberatung. Stand: Oktober 2026.

Hinweis zur Erstellung

Die Texte und Bilder dieses Beitrags wurden KI-gestützt erstellt und redaktionell strukturiert. Die Inhalte ersetzen keine fachliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall; rechtliche Angaben — etwa zu Schutzstatus, Bußgeldern oder Zulassungen — sind ohne Gewähr. Wir aktualisieren Beiträge regelmäßig, wenn sich Erkenntnisse oder Empfehlungen für den Garten ändern.

Erstellt durch Ungeziefer im Garten · Strukturiert durch Ungeziefer im Garten

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